Spitzen: Wo Bio und Nachhaltigkeit keine leeren Floskeln sind

05.08.13

Viele grosse Open Air Festivals ziehen zwar ein schickes grünes Mäntelchen an (Mehrwegbecher, regionale Lieferanten, CO2-Minimierung), aber am Schluss bleiben Hunderte Zelte und 100 Tonnen Müll in der Landschaft liegen. Das Spitzen Openair im idyllischen Flecken Riederwald/Spitzenbühl bei Liesberg dagegen nimmt die Sache mit der Umwelt seit der Gründung des Festivals 2002 sehr ernst: «Da das Openair auf dem Weideland des nahen Bio-Bauernhofes Spitzenbühl stattfindet, kommen die verkauften Nahrungsmittel und Getränke, sowie auch ein grosser Teil der Ausstattung, direkt vom Hof», heisst es in der Philosophie des nicht ganz so grossen Festivals.

Eigene Festivalwährung

Eigene Festivalwährung

Auch die aufspielenden Bands kommen mehrheitlich aus der Region und das hat natürlich System: «Die Regionalität bei der Auswahl von Bands zielt auf kulturelle Nachhaltigkeit ab», erklären die Macherinnen und Macher auf der Festival-Website. 2013 stehen 10 Bands auf der Hauptbühne – und eine Akustikbühne mit Open Mic steht Kreativen, die sich rechtzeitig anmelden, offen (Anmeldung an Christoph Hügli per E-Mail).

 

Und nicht zuletzt hat das Spitzen Openair eine eigene Währung: die Wertkarten. Wer eine solche für 25 CHF oder mehr kauft, liefert direkt seinen Eintritt ab (5 CHF gehen an das Festivals, mit dem Rest wird Bio-Speis & Trank gekauft). Aludosen und Glas sind auf dem Gelände, das das Jahr über Bio-Weideland ist, nicht erlaubt.

Von Curry Metal bis Electro

Von Curry Metal bis Electro

Am 16. & 17. August 2013 sorgen 10 Bands für eine guten Stilmix auf und vor der Bühne. Der Freitag bringt Funk und Blues von Eric & The Groovesection, die Angry Buddhas mit durchgeknalltem Classic Rock samt Curry Metal und aus Österreich reisen Steaming Satellites mit mächtig Psychedelic-Indie-Electro im Gepäck ans Spitzen.

 

Wer glaubt, er habe sich verlesen, liegt richtig: Nicht die Dixie Chicks, sondern die Laufentaler Big Band Dicksie Dicks sind am Freitag auf der Akustikbühne gesetzt. Die 10-Mann-Combo ist wohl die einzige Akustik-Big-Band, die nur Covers (von The Doors bis Johnny Cash) zum Besten gibt. Manche der Jungs kennt man natürlich von anderen Laufentaler Bands. Man darf gespannt sein!

Wundertüte Oy zaubert – Lokalmatadoren The Möles

Am Samstag gastiert das Migma-Quartett auf der Akustikbühne. Auf der Hauptbühne wird erstmals in der Region die One-Woman-Sound-Wundertüte Oy (Bild unten) mit Band zu sehen sein – wer glaubt, schon alles über Musik zu wissen und gehört zu haben, wird von der ghanastämmigen Schweizerin Oy noch ein weiteres Türchen ins Sounduniversum aufgestossen.

 

Zuvor gibt’s ordentlich Rock’n’Roll mit den Lokalmatadoren The Möles (Bild oben). Mutschalet wiederum kennt man gar nicht, klingt aber Bern-Biel-deutsch. Weiter stehen Papaceluma aus Basel (Funk, Soul) und Langtunes aus Teheran (!) im Line-up. Langtunes beschliessen das Festival mit ordentlich Electro-Clash. Ein Programm mit einigen Highlights hoch oben am Berg also, in der urigen Natur. Der RFV Basel unterstützt das Spitzen Openair Liesberg seit vielen Jahren und wünscht allen eine prächtige Zeit.

 

Ich bin dann 'mal weg!

 

Doktor Fisch

Oy (live)

Mehr Videos auf der Website des Spitzen Openairs.

Spitzen: Wo Bio und Nachhaltigkeit keine leeren Floskeln sind

Spitzen Open Air

16. & 17.08.2013
Riederwald, Hof Spitzenbühl bei Liesberg

 

Tickets

freier Eintritt.

 

Anreise mit ÖV

Bis Bahnhof Laufen im Zug. Busse nach Liesberg Riederwald verkehren ab Bahnhof Laufen.


Anreise mit Auto

Parkplatz in Liesberg Riederwald vorhanden, danach steht eine wunderschöne 40-minütige Wanderung zum Festivalgelände auf dem Programm. Alternative: Shuttlebus für 5 CHF pro Person.

 

Zelten

Zelten auf dem Festivalgelände ist gratis und erwünscht. Abfall muss entsorgt werden.

Verlosung

Der RFV Basel verlost 2 x 2 Wertkarten à 25 CHF, worin der Eintritt bereits enthalten ist. Teilnehmen per E-Mail.

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