HipHop Meets Jazz – Live at The Bird’s Eye Jazz Club Basel

Zwölf Jahre lang sind im Bird’s Eye Jazz Club in Basel ganz spezielle Freestyle-Sessions und Konzerte über die Bühne gegangen: Hip Hop Meets Jazz, so der programmatische Titel dieser interessanten Fusion-Musikreihe. Ambitioniert und inspiriert auch die Live-Umsetzung mit Musikern aus der Jazz-Szene (Band), einem DJ als Scharnier und Basler MCs an den Mikrophonen. Von Anfang an stiessen die Hip Hop Meets Jazz-Abende auf ein grosses Interesse – beim Publikum, aber auch innerhalb der MusikerInnenszene.

19/09/16  Chrigel Fisch

Die Idee stammte von Michael «Adic» Scherrer, dem damaligen Tontechniker des Bird’s Eye und leidenschaftlichem HipHop-DJ dazu. Er bediente in der Folge die Turntables bei allen Hip Hop Meets Jazz-Shows. Das Konzept ist und war einfach: Das erste Set des Abends ist jeweils den einstudierten Tracks gewidmet und «bereitet das Feld für den zweiten Teil vor, in dem eine mächtige, inspirierte Fuhre Freestyle abgeht», so Scherrer. Heute betreibt er das Sélavy Studio, wo 2015 der zweite Teil der Doppel-LP aufgenommen und die insgesamt 22 Tracks editiert und gemischt worden sind.

Basler Rapperinnen und Rapper auf Jazz
Ein starkes Stück, dieses Hip Hop Meets Jazz-Doppelalbum, und ein kompakter Rückblick auf die vielen Sessions im Bird’s Eye. Mit dabei an den Mics waren/sind: Black Tiger, Luana, Pyro!, Tiz, Kalmoo, Quenn, Rudee, Bugs MC, Sarah Reid, Sky189, Pan, Meisterbeatz, Burni Aman, Crosby, Masso, Zako, Chabezo, Greis und und und.

Die Liner Notes auf der Rückseite der Doppel-LP erzählen ausführlich die Geschichte von Hip Hop Meets Jazz, und zeigen auch die enge Verbindung der beiden Musikgenres auf. Die Ursprünge liegen, natürlich, in den USA, die Protagonisten waren afroamerikanische Ausnahmemusiker wie Miles Davis oder Guru von der HipHop-Crew Gang Starr, der mit seiner Jazzmatazz-Reihe einige wegweisende Platten des Genres herausbrachte. Wie die Basler Musikerinnen uns Musiker ihre Ideen über die Jahre hinweg umgesetzt oder Standards interpretiert haben, zeigt die LP im Geiste von Jazzmatazz sehr eindrücklich. Ein groovendes, audiophiles Archiv dieser speziellen Basler Musikkultur.

Live am KlangBasel im Union

Am Festival KlangBasel findet nun die eigentliche 11. Session statt, aber nicht im Stammclub Bird’s Eye, sondern im Festivalspielort Union im Kleinbasel: Freitag, 23. September ab 22 Uhr. Angekündigt sind Black Tiger, Pyro!, Tiz, Luana, Kalmoo & Guests sowie die Band mit Thomas Baumgartner, Marco Nenninger, André Bader und Michael Scherrer. Präsentiert wird der Abend vom Bird’s Eye Jazz Club, dem Ort also, wo alles angefangen hat und wo die ersten Live-Aufnahmen entstanden sind, die es nun auf schwarzem Vinyl zu hören gibt.

HipHop meets Jazz – Live at The Bird’s Eye Jazz Club Basel (Cover)
HipHop meets Jazz – Live at The Bird’s Eye Jazz Club Basel (Cover)

Hip Hop Meets Jazz

Live at The Bird’s Eye Jazz Club Basel & Studio Recordings at Selavy Studio Basel ist 2015 als Doppel-LP mit Download-Codes erschienen und unter anderem im Elch Records Basel und im Plattfon Records Basel erhältlich.

Hip Hop Meets Jazz sind/waren:
Rap & Vocals: Black Tiger, Luana, Pyro!, Tiz, Kalmoo, Quenn, Rudee, Bugs MC, Sarah Reid, Sky189, Pan, Meisterbeatz, Burni Aman, Crosby, Masso, Zako, Chabezo, Greis and many Friends & Special Guests.

Band 1 & 2: Thomas «Baumi» Baumgartner (p/fender rhodes), Fabian Gisler (bs), André Bader (dr), Michael «Adic» Scherrer (ttbl), Christian Niederer (dr), Jean-Paul Brodbeck (p/key) und Christoph Irniger (sax).

HipHop meets Jazz: Black Tiger – Nacht am See

DER RFV BASEL WIRD 25 UND FEIERT DIE GANZE POPSZENE DER REGION

Der 13. November war längst für die Verleihung des Basler Pop-Preis 2019 reserviert. War – denn der RFV Basel feiert an diesem Datum nun seinen 25. Geburtstag und in allererster Linie gefeiert wird die so vielfältige wie hochstehende und hochmotivierte Popszene der Region Basel. Denn genau sie liefert die Musik und Kreativität, ohne die es den RFV in dieser Form heute gar nicht gäbe.
Der Basler Pop-Preis wird neu aufgestellt und 2020 wieder verliehen – dann alle zwei Jahre.

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