Dominic Deville © 2020
Dominic Deville © 2020

MyPod: 10 Top Titel von Dominic Deville

Gescheiterter Musiker (Schlagzeug), Professioneller Satiriker (TV SRF 1 Late-Night-Satire-Show Deville). Am Samstag, 21. März 2020 ist er bei der Demotape Notaufnahme von Giacobbo & Deville beim m4music Festival in Zürich zu sehen (17 Uhr, Box, Eintritt frei).

26/02/20

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Normahl – Verarschung Total (1981)

Es war Ende 80er und ich entdeckte eine neue Welt für mich. Punk! Mach Musik! Schreib! Gestalte! Auch wenn alle sagen: Das kannst du nicht! Machs einfach trotzdem. Und doppelt so schnell wie die anderen! Der Song verkörpert diese Haltung perfekt für mich.

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The Smiths – Stop Me If You Think You've Heard This One Before (1987)

Es war anfangs der 00er Jahre und ich suchte für knapp 3 Jahre mein Heil in Berlin, fand aber nur Absturz und Schulden. Aber auch The Smiths! Leider ist deren Sänger heute ein nationalistischer Idiot. Aber The Smiths war für mich schon immer eine Band und nicht nur Morrissey. Daher: muss auf die Liste!

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Sisters Of Mercy – Alice (1983)

Es war Mitte 90er Jahre und ich war ein paar Monate in London. Während alles nach Drum’n’Bass und Jungle absteppte, wand ich mich in Selbstmitleid zur besten Basslinie aller Zeiten auf der Tanzfläche im legendären Gossip-Club in der Dean Street.

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Bérurier Noir – Petit Agité (1985)

Es war vor ein paar Jahren. Ich war in Hamburg für einen Sommer und habe das Gebot «Nie Songtitel tätowieren!» gebrochen. Ich schäme mich nicht. Weil die Energie von «Petit Agite!» mich noch immer anzutreiben vermag. Drumcomputer, schrottige Gitarre, fertig!

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Patience – The Church (2016)

Es ist 2020. Und morgens geht man wieder in die Kirche. Oder zumindest in die Church von Patience. Ich liebe diese Neo-80er Vibes. Leicht unterkühlt und scheintot. So lässt es sich prima in den Tag starten!

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Die Kerzen – In der Nacht hast du geweint (2019)

Es war letztes Jahr. Ich bin über eine Plattenbesprechung auf diesen äusserst debilen Bandnamen gestossen. Und habe mich augenblicklich in deren Musik verliebt. Keine Ahnung, was das sein soll. Indie-Schlager? Schnulzen-Pop? Kuschelrock? Egal. Spätestens beim Refrain muss jede*r weinen, der*die ein Herz hat.

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Slayer – Raining Blood (1986)

Es war Mitte der 00er Jahre und ich verdiente mein Geld unter anderem als Tanzmusik-DJ in Kellerclubs. Wenn der Abend schlecht lief, die Gäste mies drauf oder zu gut drauf waren, war «Raining Blood» der letzte Song der Nacht!

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Nico – My Heart Is Empty (1985)

Es war 2012. Meine Tochter wurde geboren und ich musste sie einfach Nico nennen. Eigentlich gefällt mir weder die Musik der ehemaligen Muse von Andy Warhol noch deren damaliger Lebenswandel oder Biografie. Aber trotzdem fasziniert sie mich seit früher Jugend. Musik und Interpretin, wie sie heute nie mehr denkbar wäre und doch zeitlos.

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Ebony Bones – No Black In The Union Jack (2018)

Es war 2018. Ich war mit meiner Familie in England. Der Brexit rollte heran und die Verwirrung und Verunsicherung waren deutlich zu spüren. Und zu hören. Im Radio unseres Mietwagens. Was für ein Track! 

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M.I.A. – Paper Planes (2007)

Es ist 2009. Viele Umbrüche in meinem Leben. Alles innerhalb weniger Monate auf Links gedreht. Verwirrung, Euphorie, aber auch Angst. Aber irgendwo flirren die mir wohlbekannten und geliebten The Clash als Sample durch diesen Song und führen mich stets heim. An der wilden Tigerin M.I.A. und bedrohlichen Schüssen vorbei. Glück gehabt!