Resonate: Bewerben für Residency 2022 in der Romandie

Bands und Musiker*innen können sich ab sofort bewerben. Zum zweiten Mal schreibt der RFV Basel Resonate TranshelvetiQ aus; ein neu konzipiertes Popfördergefäss und Residency-Projekt, das gemeinsam mit Westschweizer Partner*innen entwickelt worden ist.

04/11/21  RFV Basel

Gesucht wird unter der Flagge von Resonate TranshelvetiQ wieder eine Band oder Musiker*innen, die sich im Sommer 2022 über den Röschtigraben hinweg in der Romandie weiterentwickeln möchte(n).  Die Residency findet vom 30. Mai bis 2. Juni 2022 statt. Geboten werden neben der viertägigen Residenz und einem Abschlusskonzert im L'Amalgame in Yverdon auch der fruchtbare Austausch mit der Musikszene der Westschweiz. Residency: In Ruhe arbeiten – und die Westschweizer Musikszene kennenlernen! Dafür bewerben können sich Bands und Musiker*innen aus der Region Basel bis zum 28. November 2021.

Das Ziel der Residency ist es, zusammen mit einer*einem oder zwei Coach*innen intensiv an der eigenen Musik mit Blick auf die Live-Umsetzung und Bühnenpräsenz sowie mit Blick auf weitere individuelle Themen und Bedürfnisse zu arbeiten. Das finale Programm der Residency sowie die Wahl der Coach*innen wird im Dialog mit den Gewinner*innen entwickelt.

Die Band bzw. die Musiker*innen profitieren von der Übernahme der Residency-Kosten durch den RFV Basel sowie einem Honorar für die künstlerische Arbeit während der vier Tage.

Resonate TranshelvetiQ ist Teil des Pilotprojekts TranshelvetiQ, das in Zusammenarbeit des RFV Basel mit der Fondation CMA in Nyon, dem L'Amalgame in Yverdon, der Kaserne Basel und dem CH-Indie-Netzwerk Say Hi! entstanden ist.

Erfolgreicher Pilot in Basel und Yverdon
Im Sommer 2021 konnte trotz Corona der Basler Pilot von Resonate TranshelvetiQ im L'Amalgame in Yverdon in Form einer dreitägigen Residency stattfinden (Gewinnerin: KimBo, hier der Report).

In der damals im Lockdown schlummernden Kaserne Basel waren schon im Februar zuvor – dies der andere Teil des TranshelvetiQ-Projekts – zwei Westschweizer Musikerinnen in Residenz; den Report des RFV gibt es hier.

Resonate TranshelvetiQ © Kanulart
Resonate TranshelvetiQ © Kanulart

Bewerben für die Residency 2022

Das Fördertool richtet sich an Bands und Musiker*innen, die eine künstlerisch engagierte, fachkundige Tätigkeit in der Popmusik nachweisen können, über ein professionelles Business-Umfeld verfügen und die Popszene der Region Basel massgeblich mitprägen. Für Resonate TranshelvetiQ können sich Bands und Musiker*innen aller zeitgenössischen Stile der Popmusik bewerben. Es gilt keine Altersbegrenzung. Die Bewerbungen werden von einer unabhängigen, fünfköpfigen Fachjury beurteilt (siehe unten).

Bewerbungsbedingungen
Wichtigster Teil der Bewerbungsunterlagen ist eine Dokumentation, aus der für die Jury greifbar wird, wer die Band / Musiker*in ist und warum sie an der Residency teilnehmen möchte. Diese Dokumentation ist in der Form frei; es darf ein geschriebenes Dossier, ein Video, eine Sprachnachricht, u.v.m. sein.

Bewerber*innen müssen zudem nachweisen, dass sie

  • in der Region Basel (Tarifverbund Nordwestschweiz ohne grenznahes Ausland) aktiv und wohnhaft sind bzw. gewesen sind und einen direkten Bezug zur Region Basel haben. Bei Bands muss dies mindestens auf die Hälfte der Mitglieder zutreffen.
  • seit mindestens zwei Jahren in der regionalen Popmusikszene aktiv sind und über eine entsprechende Präsenz verfügen.

Die grundlegenden Kriterien sind:

  • Nachvollziehbarkeit der Motivation für die Residency
  • bisheriger Leistungsausweis, Engagement, Kontinuität
  • Qualität, Individualität, Professionalität, Potential

Die vollständigen Bedingungen finden sich im Merkblatt, das die Grundlage für die Bewerbung bildet (siehe unten).

Fachjury Resonate TranshelvetiQ

  • Marcel Bisevic, neuer musikalischer Leiter der Kaserne Basel
  • Mia Rafaela Dieu, Musikerin (Zeal & Ardor, Alyosha, The Leaving), Basel
  • Jennifer Jans, B-Sides Festival Luzern und Netzwerk Say Hi!, Musikerin, Basel
  • Mathias Kerninon, Programmleiter des Clubs L'Amalgame, Yverdon-les-Bains
  • Albane Schlechten, Direktorin der Fondation CMA, Nyon

TranshelvetiQ: Ein Förderprojekt von Fondation CMA Nyon, L'Amalgame Yverdon, Kaserne Basel, Say Hi!, Luzern und dem RFV Basel.
Resonate TranshelvetiQ: Das neu konzipierte Fördertool für Bands und Musiker*innen aus der Region Basel.

*** Update: die Bewerbungsfrist ist abgelaufen***

Fachleiterin Resonate TranshelvetiQ

Für Fragen rund um die Residency und die Bewerbung steht Fachleiterin Seline Kunz gerne zur Verfügung.

Seline Kunz

Seline Kunz
Seline Kunz © 2020

Fachleiterin | 70 %
seline@rfv.ch
T +41 61 201 09 78

Seline Kunz hat an der Uni Basel Pädagogik, Geschlechterforschung und Anglistik studiert und bis Herbst 2017 als wissenschaftliche Assistentin am Institut für Bildungswissenschaften der Uni Basel gearbeitet. Musikalisch ist sie seit 2009 als Lena Fennell unterwegs und hat bisher zwei Tonträger veröffentlicht (Seeker, 2015; Nauticus, 2011). Von 2014 bis 2017 war sie zudem im Vorstand von Helvetiarockt, der Schweizer Koordinationsstelle für Musikerinnen im Jazz, Pop & Rock, aktiv.

Beim RFV Basel betreut den Newcomer-Bereich wie u.a. die RFV-DemoClinic und die Coachings. Sie ist verantwortlich für das Education-Projekt «... macht Schule», die Beratungsgespräche für Musiker*innen und das jährlich durchgeführte Live-Fördergefäss Resonate. Sie gestaltet zudem das regionale und nationale Networking mit und ist Stellvertreterin der RFV-Geschäftsleitung. Beim RFV bringt sie ihr Engagement und Know-How für die Förderung von und Sensibilisierung für Diversität und Geschlechtergerechtigkeit in unterschiedlichen Formen ein: u.a. hat sie die «Vorstudie zum Frauenanteil in Basler Bands», welche im August 2018 veröffentlicht wurde, lanciert und durchgeführt.

Fachjury Resonate TranshelvetiQ

Marcel Bisevic

Marcel Bisevic
Marcel Bisevic © Babak Behrouz 2020

Jurymitglied Resonate TranshelvetiQ 2022–

Marcel Bisevic stammt aus Limburg in Deutschland, seit Sommer 2021 arbeitet er als musikalischer Leiter der Kaserne Basel. Er hat Sozialwissenschaften in Giessen und im finnischenTampere studiert

Vor seinem Umzug nach Basel war Marcel Bisevic in kuratorischer Tätigkeit für das Musikprogramm auf Kampnagel in Hamburg und für das jährlich stattfindende Internationale Sommerfestival Kampnagel tätig. 2017 arbeitete er ausserdem am Musikprogramm von Theater der Welt mit und verantwortete 2016 und 2018 das Musikprogramm für die Wiesbaden Biennale.

Mia Rafaela Dieu

Mia Rafaela Dieu
Rafaela Dieu © J Dubois 2018

Jurymitglied Resonate TranshelvetiQ 2021–2022

Mia Rafaela Dieu ist seit über 15 Jahren in der Basler Musikszene aktiv. Ihr Metier sind düstere und tiefe Klänge: Als Bassistin hat sie sich unter anderem bei den Bands Zeal & Ardor, Slag In Cullet oder Muerte Espiral einen Namen gemacht. Aktuell arbeitet sie an einem Album mit dem Trio Alyosha, an den Seiten von Frederyk Rotter (Zatokrev) und Norman Lonhard (Tryptikon).

In ihrer Karriere hat Mia Rafaela Dieu bislang an die 1 000 Konzerte auf der ganzen Welt gespielt und war dreimal Mitgewinnerin des vom RFV Basel vergebenen Basler Pop-Preis'. Nebst ihrem Schaffen als Musikerin hat sie sich im kulturellen Bereich beim Jugendkulturfestival Basel (JKF), beim RFV Basel und dem BScene Clubfestival engagiert. Vor vielen Jahren hat sie zudem das Konzertlabel Deep Drone und das Musikfestival Pärkli Jam in Basel mitgegründet. Sie hat am WIAM in Winterthur Musik mit Schwerpunkt Bass und Klavier studiert und als erste Ausbildung gibt die Baslerin Gitarrenverkäuferin an.

Jennifer Jans

Jennifer Jans
Jennifer Jans © 2015

Jurymitglied Resonate TranshelvetiQ 2022– sowie Beratung jennifer@rfv.ch

Jennifer Jans ist Musikerin, Networkerin und Beraterin, sie hat in Winterthur Kulturmanagement studiert und sich in langjähriger Praxis Erfahrungen in den Bereichen Veranstaltungs- und Live-Produktionen sowie PR & Booking in der damaligen Kuppel Basel angeeignet. 2012 hat sie die Reihe «Mitten In Der Woche» mitinitiiert und aufgebaut. Beim Basler BScene Clubfestival war sie zudem lange Zeit für die Programmation und das Präsidium zuständig. 2015 bis 2019 war sie die Betriebsleiterin des Luzerner B-Sides Festivals und engagiert sich dort noch immer für die Projektleitung der Netzwerkplattform «SAY HI!» und als Mitverantwortliche der Programmation. Beim m4music Festival in Zürich ist sie seit 2019 als Bereichsleiterin für die Demotape Clinic zuständig. 

Jennifer Jans ist als Musikerin mit ihrem Projekt Bleu Roi unterwegs und hat sämtliche Produktionen über ihr eigenes Label herausgegeben. Mit Bleu Roi war sie 2014 und 2016 für den Basler Pop-Preis nominiert. Sie ist ausserdem im Beratungsteam des RFV Basel in verschiedenen Bereichen wie öffentliches Auftreten und Bühnenshow, Marketing, Image, Medienarbeit, Zeit- und Self-Management sowie Projektplanung eine gefragte Expertin. 

Mathias Kerninon

Mathias Kerninon
Mathias Kerninon © Anne Bichsel 2019

Jurymitglied Resonate TranshelvetiQ 2021–

Mathias Kerninon ist seit Frühling 2020 Programmleiter des Clubs Amalgame in Yverdon. Zuvor war er ab 2014 für die Kommunikation des Lausanner Clubs Le Romandie zuständig. Mathias Kerninon stammt ursprünglich aus Nordfrankreich. Er hatte fast zehn Jahre als Plattendealer in Plattenläden gearbeitet, bevor er Ende 2000 in die Westschweiz kam.

Der in Genf ausgebildete Marketing- und Kommunikationsfachmann arbeitet als Freischaffender in Sachen Promotion und Kommunikation auch für Westschweizer Musikevents und Festivals wie etwa das Label Suisse (2018), das unabhängige, kommerzfreie Festival Nox Orae in La Tour-de-Peilz am Genfersee (seit 2016) oder das Impetus Festival Lausanne (bis 2019).

Albane Schlechten

Albane Schlechten
Albane Schlechten © Jean-Patrick Di Silvestro 2020

Jurymitglied Resonate TranshelvetiQ 2021–

Albane Schlechten bezeichnet sich seit ihrem Engagement in der Usine Genève (2007) als «Aktivistin für die alternative Szene». 2011 war sie Mitbegründer*in des Clubs La Gravière, den sie 2016 zugunsten ihres Engagements bei der Club- und Festival-Dachorganisation Petzi aufgab. 2019 hat sie die Leitung der Fondation Romande pour la Chanson et les Musiques Actuelles (FCMA) in Nyon bei Genf übernommen (die FCMA arbeitet in der Romandie ähnlich wie der RFV Basel in der Nordwestschweiz.

Albane Schlechten ist Mitbegründer*in von We Can Dance iT, einem Label, das durch Schulungen und Sensibilisierungsmassnahmen in Clubs und öffentlichen Einrichtungen ein egalitäreres Nachtleben fördert. Teil der Arbeit ist es, auf die Unterrepräsentation von Frauen in Leitungsfunktionen der Musikszene hinzuweisen. Albane Schlechten lebt in Genf und ist dort auch in der kommunalen Politik tätig.