Die Soundclinic im Frühling öffnet die Fenster

Ready für die Soundclinic im Frühling 2021? Ab 4. Februar können sich Bands, Musiker*innen und Acts aus den Genres Pop, Soul, Folk, Indie, Singer-Songwriting sowie Rock, Metal, Punk, Hardcore und mehr bewerben. Am 18. März steigt der Event, voraussichtlich leider wieder nur virtuell.

04/02/21  Doktor Fisch

Die Soundclinic-Jury sucht wieder die besten Songs und erwartet vom 4.–21. Februar 2021 gern die Bewerbungen von Bands, Musiker*innen und Acts aus der Region Basel. Im Frühling sind wie immer Bewerbungen für die eher handgemachten Genres Pop, Soul, Folk, Indie, Singer-Songwriting oder Reggae sowie Rock, Metal, Punk, Hardcore und mehr gefragt.

Aus den Bewerbungen werden acht ausgewählt, die dann in der Online-Livesession am 18. März 2021 vor die Jury treten dürfen. Die Fachjury kann dort maximal drei Gewinner*innen für Förderpreise bestimmen.

Gewinne: Förderbeitrag oder Profi-Coaching
Zu gewinnen gibt es bei der Soundclinic projektbezogen einsetzbare Beiträge von je 2 000 CHF oder professionelle Coachings mit Gegenwert von je 4 000 CHF – der*die Gewinner*in kann diese Entscheidung selber fällen. Die Coachings reichen von Songwriting über Performance, Recording, Self-Management, Promotion bis Kommunikation (Merkblatt unten).

2020 haben Heizöfel!i, Luna Oku und Rhea König die Soundclinic im Frühling gewonnen, 2019 konnten Hank, Juniper und The Psycho Daisies die Jury überzeugen. Die ganze Hall Of Fame gibts hier, ganz unten.

Soundclinic 2021 Frühling © Visuals: Pascal Schärli
Soundclinic 2021 Frühling © Visuals: Pascal Schärli

Die wichtigsten Teilnahmebedingungen für Bands und Musiker*innen

  • Bewerber*innen müssen nachweisen, dass sie in der Region Basel (gem. TNW, ohne grenznahes Ausland) aktiv und wohnhaft sind bzw. gewesen sind, sowie einen direkten Bezug zur Region Basel haben (bei Bands muss dies mindestens auf die Hälfte der Mitglieder zutreffen).
  • nur Eigenkomposition sind zugelassen
  • Song ist noch unveröffentlicht, oder falls bereits veröffentlicht: nicht länger als ein Jahr her
  • noch keine Förderbeiträge des RFV Basel erhalten

Die Teilnehmer*innenzahl für die Jurysession ist auf acht Songs beschränkt. Die vollständigen Bewerbungsbedingungen finden sich im Merkblatt (unten) und sind verpflichtend. Im Paper «Soundclinic kurz und knapp» findet sich eine Checkliste für die Bewerbung.

Die unabhängige Fachjury

  • Anna Aaron, Musikerin, Produzentin, Labelmacherin, Basel
  • Severin «Sevi» Landolt, Musiker (Klaus Johann Grobe), ehemals Booker bei Radicalis, Basel
  • Miriam Lenz, Musik- und Kulturjournalistin Keystone-SDA, Musikblog Rockette, Bern
  • Stoph Ruckli, Musiker, Musikjournalist, Musik- und Kulturschaffender, Other Music Luzern

Die Kurzportraits aller Jurymitglieder finden sich unten.
Update 22.2.2021: Die Bewerbungsfrist für die Soundclinic ist abgelaufen.

Zweite Soundclinic im Herbst
Die Soundclinic findet zweimal im Jahr statt. Im Herbst sind dann wieder die elektronischen Musikgenres an der Reihe und wir hoffen alle sehr, dass wir uns dann wieder in echt in einer echten Location treffen können. Termine und mehr finden sich immer hier.

Anna Aaron

Anna  Aaron
Anna Aaron © Julien Chavaillaz 2019

Jurymitglied Soundclinic 2020–

Anna Aaron ist eine der markantesten Figuren der aktuellen Basler Musikszene. Sie spielte und sang in Bands, bevor sie 2009 ihre erste selbstverlegte CD unter ihrem Künstlerinnennamen Anna Aaron veröffentlichte, die auch gleich auf grosses Interesse stiess. 2011 gewann sie als bisher einzige Künstlerin den Basler Pop-Preis in der Jury- und der Publikumswertung. Sie hat fast 300 Konzerte in ganz Europa gespielt und arbeitet heute mit dem Basler Label und Management Radicalis zusammen. Ihr letztes Album Pallas Dreams erschien nach einer längeren künstlerischen Pause Anfang 2019.

Anna Aaron hat ausserdem das Label Bambient Records ins Leben gerufen und dort bereits einen ersten Release veröffentlicht. Sie arbeitet und lebt in Basel.

Severin Landolt

Severin  Landolt
Severin Landolt © 2019

Jurymitglied Soundclinic 2020–

Severin «Sevi» Landolt ist mit der Band Klaus Johann Grobe unterwegs und arbeitete bis Ende 2019 parallel als Booker bei Radicalis in Basel. Der ausgebildete Graphic Designer spielte und sang zuerst in Garage-Surf-Bands, bevor er sich 2012 mit Daniel Bachmann zu eben dieser Band, Klaus Johann Grobe, zusammentat. 2012 erschien eine erste EP im Eigenverlag, für die Sammler*innen heute recht tief in die Tasche greifen. 2014 folgte das erste Album, Im Sinne der Zeit, bei einem US-Indie-Label. Als «retrofuturistisch» wurde ihre Musik einmal bezeichnet, und das passt.

Seit 2019 ist Sevi Landolt mitverantwortlich für die «Romantik im 21. Jahrhundert»-Konzertreihe in der Kaserne Basel. Er arbeitet und lebt, wenn nicht gerade on the road, in Basel.

Miriam Lenz

Miriam  Lenz
Miriam Lenz © Barbara Hess, www.pictura.ch 2019

Jurymitglied Soundclinic 2020–

Miriam Lenz ist Kulturjournalistin bei der Nachrichtenagentur Keystone-SDA und Mitbegründerin des unabhängigen Musikblogs Rockette. Ihr Hund darf alleine spazieren gehen und ihre drei Kinder dürfen «gopfertami!» sagen – so ähnlich ist auch ihre Einstellung zum Musikjournalismus als eine freie, direkte, emotionale und individuelle Art von Schreiben.

Die Bernerin will als Musikkritikerin nicht auf dem hohen Ross sitzen, zumal sie selber wirklich nicht besser musiziert als die schlechteste Garagenband der Welt. In einer Zeit, in der die Kultur- und Musikteile in den Zeitungen schrumpfen, ist es für Miriam Lenz deshalb naheliegend, eher zu empfehlen als zu verreissen. Und als Bloggerin will sie alternativen Raum für neue Textformen und Herangehensweisen schaffen.

Seit 2018 führt Miriam mit Rockette-Mitbegründerin und Journalistin Nina Kobelt die Berner Rock’n’Roll-Buchhandlung Bookette. Dort gibt es Bücher über Musik, Bücher von Musiker*innen, Bücher, die selber Musik sind – und einen Buchclub.

Stoph Ruckli

Stoph Ruckli
Stoph Ruckli © Christian Felber 2020

Jurymitglied Soundclinic Frühling 2021–

Stoph Ruckli ist ein austro-schweizerischer Musiker, Musikjournalist und Kulturschaffender. Aktuell baut er sein Projekt Stoph Bjornson auf und ist daneben als Sessionmusiker aller Stilrichtungen und Kunstgattungen tätig. Er wirkt(e) für diverse Kulturinstitutionen in den verschiedensten Funktionen (IG Kultur Luzern, Kulturmagazin 041, Sonart – Musikschaffende Schweiz, Helvetiarockt, Bern) und schreibt für bekannte Musikfestivals (u. a. Bad Bonn Kilbi in Düdingen, B-Sides Festival in Kriens, One Of A Million Festival in Baden) sowie für Medien und Musikformationen.

Weiter amtet Stoph Ruckli als Co-Geschäftsleiter der Musikförder- und Netzwerkstelle Other Music Luzern (OML), wo er berät, vermittelt oder promotet. Daneben befasst er sich mit Zukunftsmodellen für die Musikindustrie und frönt seiner Sucht nach Effektgeräten sowie Wissen aller Art. Er besitzt einen Master of Arts in Music der Hochschule Luzern. Der bekennende Bartträger lebt in Luzern und bezeichnet sich selber sympathischerweise als «Musikfanatiker».